Wahres „Empfangen" ist weit mehr als „Erhalten"

Wer sich mit Access Consciousness beschäftigt, wird recht schnell auf die Aussage „Bitte und du wirst empfangen" stoßen.

Anscheinend steht dieser Satz auch schon in der Bibel und trägt unglaublich viel Kraft in sich. Denn er fasst auf simple und einprägsame Weise zusammen, wie Manifestation bzw. Kreation funktionieren.

Und wie bei vielen dieser auf den ersten Blick simplen Sätze kann man ganze philosophische Bücher über jedes einzelne Wort, die Reihenfolge und die tiefgreifende Aussage dahinter schreiben. Ich möchte zwar kein gesamtes Werk verfassen, aber doch etwas tiefer auf das Empfangen eingehen.

Wenn ich Empfangen sage, ist es leicht, sich vorzustellen, wie mir eine Person beispielsweise einen Brief übergibt und ich nun diesen Brief halte. Ich habe diesen Brief empfangen.

Das Problem dabei, wenn wir Empfangen aus dieser materiellen, der MEST-Realität-Sicht sehen (wenn du noch nicht weißt, was die MEST-Realität ist, kann ich dir raten, den Call von Gary Douglas über die MEST-Realität zu hören), ist, dass, wenn ich etwas empfangen habe, es nun automatisch mir gehört, es meins ist. Das ist gleichzusetzen mit der positiven Polarität – ich habe mich angeglichen und etwas angenommen. Die gegensätzliche Polarität ist übrigens das Reagieren und in den Widerstand gehen. In diesem Fall beschäftigen wir uns jedoch mehr mit dem Annehmen, dem vermeintlichen Empfangen.

Es ist die Fähigkeit, alles reinzulassen und sich bezüglich allem bewusst zu sein, ohne es zu bewerten, ohne daran festzuhalten und ohne es kontrollieren zu wollen.

Um zum Beispiel des Briefs zurückzukehren: Ich kann diesen Brief empfangen und ihn lesen, unabhängig davon, welche Art von Nachricht darin ist – ob es eine Benachrichtigung über einen Lottogewinn oder eine unerwartet hohe Rechnung ist: einfach nur mit ihm sein. Ohne Bewertungen.

Ich muss nicht an diesem Brief und der Botschaft darin festhalten (physisch und metaphorisch), ihn nicht wieder und wieder vor meinem inneren Auge abspielen, aber auch nicht so tun, als wäre dieser Brief nie angekommen.

Ich kann erst einmal einfach nur präsent sein mit dem Brief. Den Brief selbst und auch die Nachricht darin nur als Information sehen.

Denn im Grunde ist es die Bewertung, die wir über die Information dieses Briefes haben, die uns letztendlich Sorgen bereitet.

Wenn ich keine Bewertung darüber habe, ob ich im Lotto gewonnen habe oder eine riesige Rechnung zahlen muss, dann kann ich die Situation ganz ruhig betrachten und die Information empfangen.

Und sobald ich etwas empfangen kann, kann ich es auch ändern. Mit anderen Worten: Sobald ich die pure Information des Briefes, einer Situation oder auch einer an mich gerichteten Aussage empfangen kann, ohne sie persönlich zu nehmen oder wichtig zu machen, habe ich die Möglichkeit zu fragen, was sonst noch möglich ist, und in die Veränderung zu gehen.

Und genau das ist die hohe Kunst des Empfangens.

Empfangen ist nicht unbedingt an einem Tag gelernt, nur weil man es begriffen hat. Es ist ein Muskel, den wir trainieren und eine Energie, mit der wir anfangen können zu spielen.

Wer das Thema Empfangen tiefer erkunden möchte, kann sich auf der Access.me-App umschauen und viele tolle Calls und Kurse dazu finden.

Und wie viel mehr kannst du JETZT empfangen?

Anna Gamburg