Bist du wirklich dankbar?

Wir haben es alle als Kinder gehört:

“Und was musst du jetzt sagen?”

“Da-an-ke-schö-ö-ön!” haben wir das Wort extra langgezogen ausgesprochen, als würde es die Dankbarkeit, die wir ausdrücken sollten, verdoppeln oder gar verdreifachen.

Wir sagen danke, wenn im Restaurant unser Essen gebracht wird und vielleicht auch, wenn der Ticketkontrolleur nach erfolgreicher Kontrolle das Ticket, heutzutage unser Handy, zurückgibt.

Wir schreiben es in E-mails und Nachrichten und bringen es unseren Kindern sowie allen, die unsere Sprache lernen, gleich zu Anfang ihrer Reise bei.

Danke.

Und doch frage ich mich: Erlauben wir uns wirklich, zutiefst zu spüren, was wir da sagen?

Erlauben wir dem Wörtchen “Danke”, mehr als nur eine Ansammlung von Buchstaben und Lauten zu sein?

Kennen wir das Gefühl, die Energie der wahrhaftigen Dankbarkeit?

Diese Frage mag für die eine oder andere merkwürdig klingen – “Natürlich weiß ich, was Dankbarkeit ist” – und doch finde ich sie angebracht.

Denn Dankbarkeit ist eng mit dem Empfangen verbunden, und mit dem Letzteren tun sich viele von uns sehr schwer.

Wie oft wird uns ein Getränk angeboten und wir lehnen ab? Wie oft möchte uns jemand unter die Arme greifen und wir antworten, dass wir das allein schaffen. Wie oft bringt uns das Universum unerwartete Möglichkeiten, Geschenke und Menschen in unser Leben und wir sind nicht im Stande, diese anzunehmen?

Die Dankbarkeit ist dabei leicht vorzutäuschen, denn wir können immerhin auf das Angebot, einen Kaffee ausgegeben zu bekommen, antworten: “DANKE DIR! Aber das ist nicht nötig!”
Gewieft haben wir in diesem Moment das “Aber” eingebaut und somit das “Danke” komplett relativiert und ausradiert.

Ein “Danke”, das tatsächlich die Energie des Empfangens in sich trägt, kann bereits bei den kleinsten Dingen riesige energetische Wogen auslösen. Es bedeutet, dass wir in diesem Moment komplett aufmachen, alle Mauern und Barrieren einreißen und das Geschenk in unserem tiefsten Inneren ankommen lassen.

Diese Offenheit und Verletzlichkeit sind es auch, die das Empfangen und damit die wahrhaftige Dankbarkeit zu so einer Mutprobe machen.

Dabei kann die Größe des Geschenks ausschlaggebend sein, muss sie aber nicht: Manche von uns können bis zu einem bestimmten Grad Dinge, Geschenke, Komplimente empfangen. Manche machen bereits bei den kleinsten Dingen zu.

Das Tolle ist, dass die Dankbarkeit und damit auch die innere Verletzlichkeit sich üben lassen, ohne dass wir uns überhaupt unter Leute und in Interaktionen begeben müssen.

Du kannst in deiner Wohnung sitzen und anfangen, die Dinge um dich herum wahrzunehmen und für sie dankbar zu sein.

Du kannst in die Natur gehen und dich mit ihr in Dankbarkeit üben.

Vielleicht merkst du dann Schritt für Schritt, wie sich eine Weite in dir auftut und jedes noch so kleine “Danke” plötzlich neue Räume der Verbundenheit in dir öffnet.

Das ist nämlich genau der Grund, weshalb uns überall angepriesen wird, in der Dankbarkeit zu sein.

Es ist weit mehr als nur ein Wort oder sogar ein Gefühl, es ist die Möglichkeit, die Verbundenheit mit allem zu spüren.

Wenn du tiefer in die Kraft der Dankbarkeit eintauchen möchtest, schau dich gern auf der Access.me-App um. Der Kurs “Die Potenz der Dankbarkeit” ist dabei sehr zu empfehlen.

Danke fürs Lesen!

Anna Gamburg